Sechs Punkte für Klassenerhalt erspielt

Radball-Oberliga: Neuer Partner für André Nagel

Zwei der vier Punktspiele am zweiten Spieltag gewann der Ruppiner Radsportclub am Sonnabend. Nach dem Ausfall von Stammspieler Jens Dreschler hatten die Neuruppiner Mühe Ersatz zu finden. Letztlich sprang Torsten Nagel seinem Bruder Andy (Mitte) an die Seite. Ihr letzter gemeinsamer Auftritt liegt "um die 20 Jahre" zurück, sagte Torsten Nagel.
Routine auf Rädern: Etwa dopplet so alt wie die Gegner sind André und Torsten Nagel (rechts). Sie sind in den 1960ern geboren, spielten am Sonnabend erstmal wieder gemeinsam.

Neuruppin (maha) Auch das Oberliga-Team des Ruppiner Radsportclubs bleibt von der "Seuche" nicht verschont. Nach erheblichen personellen Umstellungen der Landesliga- und Verbandsliga-Mannschaften in den vergangenen Wochen trat am Sonnabend das Spitzenteam ebenfalls nicht in Stammbesetzung an.

Jens Dreschler musste wegen eines grippalen Infektes passen. Seinem Partner André Nagel blieb wenig Spielraum, wollte der RRC I sein Heimturnier nicht kampflos preisgeben. Torsten Nagel erklärte sich bereit, aus dem fünften RRC-Team aufzurücken.

Damit kam es zu einer Konstellation, die es wohl "20 Jahre" nicht mehr gegeben hatte. Das Brüderpaar kämpfte in einer Mannschaft - und dies mit soliden Ergebnissen. Zwar kassierte es zu Beginn zwei Niederlagen. Doch Kontrahenten die Spitzenteams aus Brandenburg und Ludwigsfelde gewesen. Nagel/Nagel gewannen dann aber zweimal und holten insgesamt sechs Punkte.

© Ruppiner Anzeiger, Matthias Haack


Ersatzkräften sei Dank

Radball-Landesliga: Beide Teams erhalten Hilfe zum Saisonstart

Jung gegen Alt: Youngster Joseph Schüler prüfte in dieser Szene Oldie Norbert Schliebner. Der 64-Jährige parierte. Den Neuruppiner Vergleich gewann die Sechste mit 7:2.
Vereinsinternes Duell: Torsten Hoppe (links, RRC V) gegen Thomas Lukaszewicz (RRC VI).

Neuruppin (gü) Gleich beide Neuruppiner Landesliga-Radballteams plagten beim Saisonstart Personalprobleme. Bei der Fünften musste Torsten Nagel passen. Er steckte auf der Rückreise vom Urlaub im Stau fest. Torsten Hoppe sprang Norbert Schliebner zur Seite.

Team VI bildeten die etatmäßige Stammkraft Thomas Lukaszewicz und Youngster Joseph Schüler, der Martin Otto vertrat. Letztgenannter hatte mit seinem Studium zuviel um die Ohren. Während die Sechste immerhin neun Zähler beim Heimturnier sammeln konnte, kamen für die Fünfte lediglich drei Zähler aufs Konto. Kampflos. Denn Brandenburg V trat gar nicht erst an.

Darauf angesprochen, fand Norbert Schliebner deutliche Worte. "Dass die Brandenburger nicht antreten, ist in jedem Jahr dasselbe. Ich frage mich, warum sie überhaupt erst melden?"

Der 64-Jährige war hingegen froh, dass er mitmischen konnte. Kurzfristig sprang Torsten Hoppe ein, der zuvor über ein halbes Jahr verletzungsbedingt ausgefallen war. "Eine Stammkraft pro Team muss spielen. Mit zwei Ersatzleuten anzutreten, geht nicht", erklärt Schliebner.

Im Eröffnungsspiel kam es gleich zum vereinsinternen Duell. Lukaszewicz/Schüler führten schnell mit 5:0, ehe Hoppe verkürzte. Später hatte auch Schliebner noch einen Genie-Streich parat. Er luchste Lukaszewicz den Ball vor dessen eigenen Tor ab und traf mit einem gefühlvollen "Kullerball" zielgenau ins lange Eck. Endstand: 7:2 für die Sechste.

Thomas Lukaszewicz über Nebenmann Schüler: "Der Junge will lernen. Hier, in dieser Liga, bei vielen alten Hasen, da kann er befreit aufspielen und sich einiges abgucken. Vielleicht kommt er als Ersatzmann auch mal in der Verbandsliga zum Einsatz. Ich traue ihm das zu." Oder Joseph Schüler ersetzt Lukaszewicz bei der Sechsten. Denn "Lucky", wie er von allen nur gerufen wird, muss bald "unters Messer". Eine Gallen-OP steht an.

Ihre Ambitionen auf den Staffelsieg haben am Eröffnungsspiel Tilo Franosch und Christoph Iden (Mühlenbeck II) untermauert. Lediglich gegen Hennigsdorf gaben sie zwei Punkte beim 3:3 ab. "Die beiden werden am Ende den Staffelsieg holen. Da bin ich mir sicher", gab RRC-Ikone Nobert Schliebner schon mal eine Prognose ab.

Die ersten beiden Mannschaften qualifizieren sich für die Aufstiegsspiele zur Verbandsliga. Die beiden Neuruppiner Vertretungen hegen keine Ambitionen aufzusteigen. Am kommenden Sonnabend genießt das Oberliga-Team mit André Nagel und Jens Dreschler Heimrecht.

© Ruppiner Anzeiger, Gunnar Reblin