Neuruppiner U-17 Radballer nutzen Heimvorteil fast perfekt aus

André Schliebner treibt Joseph Schüler und Jonas El Sirwy zum Tagessieg / Fünf Triumphe am dritten Spieltag der Verbandsliga

Bärenstarkes Heimturnier: Die Neuruppiner Jonas El Sirwy (links) und Joseph Schüler gewannen fünf von sechs Partien.

Neuruppin. (mh/gü) Mit fünf Siegen aus sechs Partien konnte Neuruppins Nachwuchs-Radballteam mit Joseph Schüler und Jonas El Sirwy beim U17-Heimturnier beinahe die volle Punktzahl erspielen. Lediglich das letzte Verbandsliga-Match gegen Werder/Havel ging am Sonnabend trotz fantastischer Unterstützung von den Rängen mit 2:5 verloren.

Was für eine Stimmung beim dritten Verbandsliga-Spieltag der U17/U19-Radballer in Neuruppin. Der gastgebende Ruppiner Radsportclub (RRC) war mit zwei Teams vertreten. Aufgrund der wenigen Mannschaften wurde eine gemischte Liga gebildet.

Beim Abschlusstraining am Freitag präsentierten sich Joseph Schüler und Jonas El Sirwy noch nicht in Gala-Form. Ein paar Stunden später, genauer gesagt am Sonnabendvormittag, schon. Mit Motivator André Schliebner an der Seite, der schrie, pfiff und dirigierte, wurden die ersten fünf Turnierspiele allesamt gewonnen. Überaus souverän sogar 4:1 gegen Spremberg, 2:0 gegen Brandenburg, 7:0 ging das Neuruppiner Duell aus, 12:0 gegen Nord Berlin II, 4:3 gegen Hennigsdorf.

Im letzten Spiel des Tages boten Schüler/El Sirwy und das Team von Werder/Havel den Zuschauern ein packendes Finale, das die Gäste mit 5:2 gewannen. Dennoch jubelten die Neuruppiner, denn mit den fünf zuvor errungenen Siegen wurden sie Tagessieger und festigten Tabellenplatz drei. Ohne die U19-Teams wären sie gar Spitzenreiter.

Mit weniger Glück, aber ebenso höchst motoviert ging die zweite RRC-Mannschaft zu Werke. Lukas Sommer und Marian Penther verloren jedoch all ihre Partien. Sie kämpften wie die Löwen, konnten sich aber (noch) nicht belohnen.

© Gunnar Reblin


Auftakt nach Maß für die jüngsten Rad-Artisten

Erstes Team vom Ruppiner Radsportclub Neuruppin gewinnt vier von fünf Partien in der U13-Verbandsliga

Neuruppin. Einen Saisonauftakt mit Heimvorteil für die jüngsten Neuruppiner Radballer erwarteten die Fans dieses Sports am Samstag in der Karl-Liebknecht Schule. Der Ruppiner Radsportclub richjtet hier das erste U13-Verbandsliga-Turnier für die neue Saison aus. Und es herrschte eine tolle Stimmung in der Turnhalle. Eltern, Geschwister, Verwandte wollten die jüngsten Radballer der Fontanestadt zum Saisonauftakt anfeuern.

Der RRC Neuruppin I mit Lennox Zechlin und Leon Wagner gehen als die Ruppiner Hoffnungsträger in dieser Altersklasse in die neue Saison, auch Michel Taschenberger und Elias Thunemann greifen erstemals gemeinsam in das Turniergeschehen ein.

Beim Ruppiner Radsportclub Neuruppin hat die Saison für den Nachwuchs und die Männer begonnen.

Die erste Spielansetzung des RRC Neuruppin I hieß Brandenburg. Schnell zeigten Lennox Zechlin und Leon Wagner, das fleißiges Training sich bezahlt macht, sie gewannen mit 2:0. Auch die zweite Ansetzung gegen die Vereinskollegen entschieden die beiden schon in der ersten Halbzeit mit 5:0 Toren für sich. Am Ende blieb es aber noch einstellig mit 9:1. Selbst gegen die beiden favourisierten Gastmannschaften von Märkisch Buchholz, ließen sich die beiden Neuruppin Radballer die Butter nicht vom Brot nehmen und gewannen diese Spiele mit 1:0 und 5:1.

Nun hieß es, auch Luckau zu schlagen. Mit einem Erfolg hätte der RRC Isogar den Tagessieg in der Tasche. Doch es gelang nicht. Zechlin/Wagner kämpften hart und mit sehr viel Ehrgeiz, doch diesmal blieb der Erfolg aus, sie verloren diese Partie mit 0:3.

"Das muss auch mal sein, sonst heben die beiden noch ab", so Ramona Zechlin, die Mutter von Lennox.

Sie müssen auch lernen, zu verlieren, aber das ist noch ein weiter Weg".

Ziemlich verärgert rannte Leon nach dem verlorenen Match in die Kabine und musste sich erst mal von der Niederlage erholen. Mit Niederlagen umgehen dagegen, kann die zweite Mannschaft des RRC. Michel Taschenberger und Elias Thunemann kämpften in jedem Spiel, auch wenn die Niederlage eigentlich schon feststand. Auch das Publikum rissen sie mit und jeder hoffte, doch auf wenigstens einen Sieg. Ehrenhaft und mit einem Lächeln verließen die Beiden nach dem Abklatschen die Spielfläche und schworen fleißig weiter zu trainieren.

"Die Saison fängt ja schließlich erst an", so das Fazit von Elias Thunemann.

Der RRC Neuruppin I steht somit in der Tabelle auf Rang zwei der U13-Verbandsliga nach diesem ersten Spieltag, der RRC Neuruppin II bildet das Schlusslicht.

© Roland Möller


Radball-Talente starten mühsam in die Saison

Zehn Punkte zum Auftakt erspielt: U17-Gespann Jonas El-Sirwy (links) und Joseph Schüler.

Großkoschen (gü) Einen Saisonauftakt mit Licht und Schatten erlebten die beiden U17-Verbandsliga-Mannschaften des Ruppiner Radsportclubs (RRC) in Großkoschen. Während das erste RRC-Team mit Joseph Schüler und Jonas El-Sirwy am Sonnabend zehn Punkte sammeln konnte, war das Konto Team II mit Lukas Sommer und Mario Ponath wenig gefüllt (vier Zähler).

Trainer Torsten Nagel zeigte sich mit dem ersten Auftritt dennoch zufrieden.

"Joseph und Jonas haben gut gespielt, ihnen fehlt noch die Konstanz."

Die Leistung von Lukas und Mario bezeichnete er als ordentlich Beide zeigten großes Kämpferherz, zahlten laut Nagel aber viel Lehrgeld.

Kurios beim Auftaktturnier mit 21 Mannschaften, die in drei Staffeln aufgeteilt sind: Das erste RRC-Team trug aufgrund einer Panne beim Kampfgericht ein Spiel zu wenig aus.

"Sie haben es schlichtweg nicht auf dem Schirm gehabt", so Nagel.

"Die ausgefallene Partie wird am zweiten Spieltag nachgeholt.

© Gunnar Reblin


Nagel/Lukaszewicz feiern Radball-Erfolg

Acht Teams beim Schliebner-Gedenkturnier

Parade: Hier zog Martin Otto (Neuruppin V) das Vorderrad blitzschnell hoch und wehrte den Schuss von Thomas Lukaszewicz ab. Zum Auftakt gewann Neuruppin I dennoch 5:0.

Neuruppin (gü) Die erste Mannschaft des Ruppiner Radsportclubs (RRC) mit André Nagel und Olaf Lukaszewicz, der als Ersatz für den krankheitsbedingt fehlenden Jens Dreschler einsprang, haben am Sonbnabend das traditionelle Schliebner-Gedenkturnier gewonnen.

Diesen Wettbewerb nutzten sowohl die Neuruppiner als auch befreundete Radballer gerne als Trainingsauftakt für die bevorstehende Saison. So fehlten bei allen Akteuren erwartungsgemäß noch die Puste. Daher wurde die Spielzeit auf zweimal fünf Minuten (üblicherweise sind es zweimal sieben) verkürzt.

"Es war ein rundum faieres und gelungenes Turnier", so Torsten Nagel.

© Gunnar Reblin


Wenn die Nerven blank liegen

RRC Neuruppin wird beim Aufstiegsturnier zur zweiten Bundesliga nur letzter

Olaf Lukaszewicz (l.) und Benjamin Trester (r.) gaben beim Aufstiegsturnier alles, mussten sich aber am Ende mit dem letzten Platz von fünf begnügen.
Norbert Schliebner gibt Tipps für Benjamin Trester.

Neuruppin. Nomen est Omen. Als zu Beginn des Turniers am Sonnabend Radballchef Norbert Schliebner bei der Begrüßung der beteiligten Mannschaften sein eigenes Team, nämlich das vom Ruppiner Radsportclub einfach vergaß zu nennen, wurde das noch liebevoll belächelt und der allgemeinen Nervosität zugesprochen.

Ein Aufstiegsturnier zur zweiten Bundesliga hat man nun nicht alle Tage im Haus. Und voll war die "Hütte", sprich die Turnhalle der Karl-Liebknecht-Schule auch selten mit knapp 100 Leuten, die auf einer extra erstellten Tribüne dem Geschehen mit fünf Mannschaften folgten.

Dass es am Ende für den RRC Neuruppin nicht zum Aufstieg reichte, lag gewiss nicht am Einsatz von Benjamin Trester und Olaf Lukaszewicz oder dem gesamten Verein. Alle, das Team am Sonnabend, die übrigen Beteiligten unter der Woche, hatten Gas gegeben. Sogar die neuen Toren waren rechtzeitig fertig geworden.

Sportlich und besonders nervlich stärker, zeigten sich die drei Mannschaften aus Baden-Würtemberg und Sachsen, die um die ersten drei Aufstiegsplätze kämpften. Für Trester/Lukaszewicz blieb der letzte Platz. Hier ein kurzer Ticker der Begegnungen aus Neuruppiner Sicht.


RRC - Löckersdorf, 3:4 Nervöser Beginn der Neuruppiner, 0:4 zur Pause. Ins Spiel gefunden und am Ende ging die Zeit aus. 3:4-Anschluss 15 Sekunden vor dem Ende.

RRC - Denkendorf, 1:2 Denkendorf ging 2:0 in Front, Anschlußtreffer zur Pause. Danach hatte der RRC mehrere gute Chancen.

"Sie schlagen sich gut, haben aber schon stärker gespielt. Sonst haut Olaf solche Bälle rein. Diesmal gingen sie knapp vorbei oder wurden gehalten", sagte RRC-Organisator Torsten Nagel.

RRC - Wendlingen II, 3:5 Der RRC ging erstmals in Front, bekam aber prompt den Ausgleich. Zur Pause hieß es 2:3. Die Brüder aus Wendlingen agierten abgezockt. Als der RRC offensiver agiert, schlagen sie zu. RRC bleibt aber im Spiel, doch erneut ist die Chancenverwertung nicht gut.

Damit war der Traum von der 2. Bundesliga vorbei. Drei Teams hatten bereits je zwei Siege auf dem Konto: Wendlingen II, Löckersdorf, Denkendorf. Da Sulgen danach gegen Denkendorf 2:4 verlor, standen mit den drei genannten die Aufsteiger fest.

RRC - Sulgen, 0:5 Im letzten Spiel gegen Sulgen 1:0, dann 1:2. Bei einem harten Zweikampf, bei dem Olaf Lukaszewicz und sein Gegenspieler stürzen, Olaf dabei gegen die Wand flog, gingen ihm die Nerven durch: er rannte dem Sulgener hinter her und schubste ihn weg.

Der Schiedsrichter zeigte die rote Karte und damit wurde das Spiel für Sulgen 5:0 gewertet.

"Schade, die ersten drei Spiele waren sie auf Augenhöhe, wobei die Gegner nicht stärker, aber abgezockter waren. Wir haben gut mitgehalten, aber nicht unsere beste Leistung gezeigt. Vielleicht war der Auftritt vor dem heimischen Publikum nicht ideal, da spielen auch die Nerven eine Rolle. Aber egal, beide haben eine ganz starke Saison gespielt, dieses Turnier nach Neuruppin geholt, ein tolles Ergebnis für unseren Verein", sagte Norbert Schliebner.

© Dirk Becker und Roland Möller


RRC klopft an Tür zur 2. Bundesliga

Neuruppins Radballer genießen am Sonnabend Heimvorteil / Eintritt frei

Neuruppin (RA) Neuruppins Radballer Olaf Lukaszewicz und Benjamin Trester klopfen an die Tür zur 2. Bundesliga. Und das kräftig. Beim Relegationsturnier am Sonnabend in der heimischen Karl-Liebknecht-Halle wollen sie einen der drei ersten Plätze belegen und ihren großen Traum verwirklichen. Dabei fiebern alle Mitglieder des Ruppiner Radsportclubs 1909/1990 e.V. mit. Ein Kraftakt war schon vor dem für den RRC so bedeutenden Turnier von Nöten. Es mussten zwei neue Tore, die den Bundesliga-Richtlinien entsprechen, angeschafft werden. Zahlreiche Gespräche folgten und mehrere hundert Euro mussten investiert werden.

"Aber wir haben es geschafft", strahlt Torsten Nagel. Ortsansässige Firmen (Stahl-Bau-Handel Seeger, TES Frontdesign) sprangen den Radballern zur Seite. Die Hürden Material beziehungsweise Schweißarbeiten für die zwei Mal zwei Meter großen Tore waren genommen.

Nagel: "Hätten wir zwei kaufen müssen, hätte uns das 1200 Euro gekostet." Dank Sponsoren und Eigenleistung konnte die Summe auf knapp 500 Euro gedrückt werden. Allein 200 Euro kosteten die beiden Tornetze.

"Alles in allem dennoch ein stolzes Sümmchen für unseren kleinen Verein", so Nagel, der aber sogleich betont, das der Club ihrem hoffnungsvollen Gespann Lukaszewicz/Trester unbedingt die große Chance Zweite Bundesliga ermöglichen will. Die bisher aufgestellten Tore seien lediglich bis zur Oberliga zulässig.

Nagel: "Es geht um Querstreben und Durchmesser der Stangen. Egal." Apropos Kosten: Da der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) am Sonnabend auch eigens zwei lizensierte Schiedsrichter nach Neuruppin entsendet, fallen noch einmal knapp 200 Euro an. Um wennigstens auch ein paar Euros einzunehmen, hoffen die Neuruppiner Radsportler auf zahlreiche Zuschauer. Der Eintritt ist aber frei.

Melanie Hoppe: "Wir wollen mit einer abwechslungsreichen gastronomischen Versorgung mit Süßem und Herzhaftem unsere Kasse etwas füllen. Vielleicht stellen wir auch einen Spendenschwein auf."

Der ganze Verein ist derzeit auf den Beinen, um für bestmögliche Rahmenbedingungen für dieses Aufstiegsturnier zu sorgen.

Und was sagen die beiden Spieler selbst: "Wir sind bestens vorbereitet, wollen diese vielleicht einmalige Chance nutzen, ohne uns großen Druck aufzuerlegen", so Trester und Lukaszewicz nach dem Abschlusstraining am Mittwoch unisono. Der Heimvorteil sei sehr schön, erhebt sie aber nicht in den Favouritenstatus.

Trester: "Ich denke, die Konkurrenten sind mit uns auf einem Niveau. Natürlich kennen wir sie nicht, sie uns aber auch nicht."

Am Sonnabend ab 14 Uhr geht es gegen RKV Denkendorf, RSV Wendlingen II und RVE Sulgen, die allesamt aus Baden-Würtemberg anreisen und gegen die Sachsen von der SG Lückersdorf-Gelenau. Drei Aufstiegsplätze sind zu vergeben.

© Gunnar Reblin


Diesmal schon zwölf Teams

Eltern-Kind-Turnier kam bei den Neuruppiner Radballern wieder sehr gut an

Nach der gelungenen Premiere im Vorjahr meldeten sich diesmal gleich zwölf Elten-Kind-Teams beim Radballturnier an.

Neuruppin. Der Ruppiner Radsportclub 1909/1990 e.V. war Ausrichter der Kreis-Kinder und Jugensportspiele für die Radballer. Die Abteilung um Norbert Schliebner und Torsten Nagel verband den Wettkampf des Radball-Nachwuchses wieder mit einem Eltern-Kind-Turnier.

"Im Vorjahr ist die Premiere super angekommen und diesmal haben sich schon zwölf Teams angemeldet", freute sich Schliebner.

Zuerst war am Sonnabend der Radball-Nachwuchs bei den Kinder- und Jugend-Kreisspielen am Ball. Der Gastgeber war mit vier Teams am Start, was den Aufschwung im Nachwuchsbereich beim RRC zeigt. Die Ruppiner Radballer schlugen sich gut.

"Für einige war es der erste Wettbewerb, es ging darum, Spielpraxis zu sammeln, der Endstand war nicht ganz so wichtig", erklärte Schliebner.

Da entsprechend der Leistungsstärke in zwei Staffeln gespielt wurde, die Ergebnisse dann aber zusammmengefasst wurden, gingen die vorderen Platzierungen an die Gäste aus Hennigsdorf und Berlin.

"Wir haben schon seit Jahren guten Kontakt zu diesen Vereinen und laden uns bei Nachwuchsturnieren immer ein, das hilft allen Vereinen", so Schliebner.

Aus Sicht des Nachwuchstrainers war auch die Leistung seiner Schützlinge viel besser, als am Ende bei den Platzierungen herauskam. Nach nur einer kurzen Pause wurde das Eltern-Kind-Turnier angepfiffen. Nach der gelungenen Premiere im Vorjahr waren diesmal zwölf Teams dabei.

"Das Interesse war riesig, eine tolle Idee. Da merken Väter oder Mütter mal, wie schwer Radball doch ist. Es ist viel mehr als nur Radfahren", so Schliebner. Für die Eltern gab es etliche Erleichterungen, sie durften den Ball mit den Füßen spielen, mussten nur im Satteln sitzen, durften sich auch mit den Beinen abstoßen. Trotzdem war es nicht einfach, den Ball vor allem genau zu spielen.

Dann gab es den Kampf der "lautlosen Schleicher" gegen "Die singenden Daddler" oder "Die lahmenden Enten" gegen "Die Schön-Spieler" . "Schon kuriose Namen, aber alle hatten wieder ihren Spaß und darum ging es doch", freute sich Schliebner.

© Roland Möller


Wenn der Junior den Eltern das Radfahren zeigt

Eltern-Kind-Turnier sorgt für großen Spaß und besseres Verständnis

Neuruppin (ldt) Mit einem derart großen Publikum hatte der Ruppiner Radsportclub (RRC) am Sonnabend nicht gerechnet. 50 Aktive beziehungsweise Schaulustige zeigten sich in der Sporthalle der Karl-Liebknecht-Schule. Die Neuruppiner veranstalteten dort ihre alljährlichen Kinder- und Jugendspiele.

"Im nächsten Jahr müssen wir einige Dinge etwas ändern", analysierte Norbert Schliebner vom RRC.

"Die Sportspiele sind doch etwas zu kurz gekommen."

Der Grund dafür war das erweiterte Teilnehmerfeld mit Berliner und Hennigsdorfer Nachwuchsteams. Im Endeffekt kam es sogar dazu, dass nicht einmal alle Starter gegeneinander antreten konnten.

"Es war aber für unsere ganz jungen Fahrer Lennox Zechlin und Leon Wagner eine gute Erfahrung, gegen die teilweise 17-jährigen Kontrahenten antreten zu können. Es hat sie sicherlich weitergebracht", resümierte Schliebner.

Kleine ganz groß: Während sich Elias Thunemann problemlos auf dem Rad hielt, kämpfte seine Mama mit dem Gefährt.

Aber am Sonnabend war der Andrang bei den Sportspielen vornehmlich deshalb so hoch, weil es im Anschluss die Möglichkeit gab als Familien-Duo auf Torejagd zu gehen Das Eltern-Kind-Turnier kam schon im Vorjahr bestens an.

Der ursprüngliche Gedanke beim RRC: Da bei den Sportspielen nicht so viele Nachwuchsteams starten, sollten die Kinder dennoch möglichst viele Partien absolvieren können.

Schliebner: "Wieso nicht Eltern mit aufs Rad holen? Schwups war eine feine Idee geboren. Und die Resonanz darauf gab uns Recht. Im Vorjahr war beispielsweise eine Hennigsdorfer Mutti dabei, die in diesem Jahr unbedingt wieder mitmachen wollte und deshalb angereist war."

Da aus dem eigenem Lager fast alle Eltern vor Ort waren, entstand plötzlich ein unerwartet großes Starterfeld von zwölf Eltern-Kind-Teams. Manchmal war der Vater oder die Mutter, aber auch gelegentlich die Lebensgefährtin vom Papa. Dem Spaß tat dies keinen Abbruch.

Den Siegerpokal konnte Neuruppins Joseph Schüler am Ende in die Höhe strecken. Die Lebensgefährtin seines Vaters hatte ihn durch das Turnier begleitet.

"Es ist gut gelaufen. Die Idee mit dem Mischen scheint genau das Richtige zu sein."

Doch Schliebner hatte am Ende des Tages einen noch viel wichtigeren Ansatz gefunden, denn der Routinier empfand den Umgang der Eltern mit dem Sport noch respektvoller, nachdem sie eigene Erfahrungen gesammelt hatten.

"Noch schöner war allerdings, dass die Eltern erstaunt über die tolle Entwicklung ihrer Kinder auf dem Rad waren."

© Stephan Ellfeldt


Begeisterung in allen Winkeln

Kreis-Kinder und Jugendspiele des Ruppiner Radsportclubs

Duell der Gäste: Mit dem Rad am Ball zeigte sich diese Berliner Mutter konzentriert, während ihr Sohn im Hintergrund lachte. Unterdessen rollte die Hennigsdorferin (rechts) entspannt heran.

Neuruppin (ldt) Die Kreis-Kinder und Jugendspiele der Radballer vom RRC Neuruppin werden als großer Erfolg verbucht. Es geht dabei weniger um den sportlichen Erfolg als vielmehr um die und Weise der Präsentation.

"Man muss als Verein solche Dinge auf die Beine stellen und sich zeigen", erklärte Norbert Schliebner vom RRC.

Der Stolz des Vereins bezieht sich vornehmlich auf die Resonanz in der Halle. Es war ein buntes Treiben von Kindern und Erwachsenen auf ihren Rädern in allen Winkeln der Sporthalle von der Karl-Liebknecht-Schule.

Um diesen Sportspielen noch einen besonderen Wettkampf-Charakter zu verleihen, luden die Neuruppiner mit der Nachwuchsabteilung von Berlin Nord sowie den Hennigsdorfern zwei gute Bekannte mit ein.

"Wir fahren auch regelmäßig zu ihnen, weshalb dies eine Selbstverständlichkeit ist." Schliebner verlor über den Ausgang der Nachwuchsspielrunde kaum Worte. Er akzeptierte die Dominanz der Hennigsdorfer, freute sich aber auch über die zahlreichen guten Ansätze der eigenen Talente.

Diese durften sich im Anschluss mit ihren Eltern als Team sportlich präsentieren. Da war die Jugend besser. Einige Eltern hatten Probleme, sich überhaupt auf dem Rad zu halten.

© ldt


Neun Nachwuchsteams bei den Kinder- und Jugendsportspielen

Der Ruppiner Radsportclub 1909/1990 e.V. war am Sonnabend Gastgeber der Kreis-Kinder- und Jugendsportspiele. Neun Nachwuchsteams nahmen den Kampf auf, da das Leistungsgefälle zwischen den Mannschaften recht groß war, wurde in zwei Staffeln gespielt.

Vier Mannschaften vom Gastgeber waren am Ball, den Sieg holten sich das zweite Hennigsdorfer Team vor Hennigsdorf III und Berlin II.

© Möller


Viertes RRC-Team steigt aus Verbandsliga ab

Lukaszewicz/Soika im Fehlertief

Luckenwalde (gü) Die vierte Mannschaft des Ruppiner Radsportclubs (RRC) Neuruppin steigt aus der Verbandsliga ab in die Landesliga. Beim letzten Spieltag in Luckenwalde konnten Thomas Lukaszewicz und Christoph Soika das Ruder nicht mehr herumreißen. Auf dem ersten Abstiegsplatz liegend, hatten sich die Neuruppiner vor dem finalen Turnier laut Soika "schon noch Chancen auf den Klassenerhalt ausgerechnet. Doch wir sind mit Pauken und Trompeten untergegangen."

Im ersten Match gegen Nord Berlin III verspielte das RRC-Team eine 2:1-Führung und verlor mit 3:4. Dagegen punktete das ebenfalls abstiegsbedrohte Finsterwalde II.

Soika: "Das direkte Duell hätten wir klar gewinnen müssen, um den Funken am Leben zu halten."

Die Neuruppiner hätten mit einer Partie mehr an diesem Spieltag als Finsterwalde II nochmal punkten können. Doch wieder gab eine 2:1-Führung Lukaszewicz/Soika nicht die nötige Sicherheit. Nach der 3:4-Pleite war der Abstieg besiegelt.

"Viel zu viele Fehler haben uns wieder einmal das Genick gebrochen."

Der abschließende 4:3-Sieg gegen Luckenwalde I war dann kein Trostpflaster.


Neuruppins Radballer träumen von 2. Liga

Relegationserfolg für Lukaszewicz/Trester

Hahndorf (gü) Das Neurppiner Radball-Gespann Olaf Lukaszewicz und Benjamin Trester hat die erste Hürde im Aufstiegsrennen zur 2. Bundesliga erfolgreich genommen. Die zweite Oberliga-Mannschaft des RRC schloss das Vorrundenturnier in Handorf (bei Goslar) am Sonnabend gar auf Platz eins ab. Nun könnte sich für Lukaszewicz und Trester am 9. Juli bei der Endrunde der Traum von der 2. Bundesliga erfüllen.

Starkes Gespann: Olaf Lukaszewicz (links) und Benjamin Trester.

"Wir sind beide megastolz, die Endrunde erreicht zu haben", so Trester. "Spielerisch können wir aber noch mehr, als das, was wir in Hahndorf gezeigt haben." Mit vier Siegen bei nur einer Niederlage (1:2) gegen Iserlohn hat das RRC-Duo aber schon einmal ein Ausrufezeichen gesetzt.

Im ersten Spiel gegen Bilshausen war den Fontanestädtern die Nervosität noch anzumerken. Nach einer 4:1-Führung "haben wir noch zwei doofe Gegentore bekommen", befand Trester. Dennoch ein geglückter Auftakt. Es folgte ein 5:1-Triumph über Düsseldorf.

Die Niederlage gegen Iserlohn machten sie mit dem umkämpften 3:2 über Hahndorf II wieder wett. Nach einem 1:2-Rückstand hatte Trester zweimal herrlich eingenetzt. Zuvor hielt Olaf Lukaszewicz mehrfach glänzend. "Weltklasse", wie sein Teamkollege befand. Nach dem folgenden 4:4 von Hahndorf I gegen Iserlohn war den Neuruppinern Platz eins nicht mehr zu nehmen. Dennoch gab's zum Abschluss ein 5:2 gegen Hahndorf I.


Neuruppiner Oldie-Team ohne Zielwasser

Radball, Langesliga: Nagel/Schliebner mit Rückschlag im Aufstiegsrennen

Hennigsdorf (mho/gü) Noch ist der Aufstiegszug für das fünfte Neuruppiner Radball-Duo mit Torsten Nagel und Norbert Schliebner nicht abgefahren. Nur zwei magere Punkte am dritten Spieltag in Hennigsdorf sind jedoch ein Schlag ins Kontor. Am Sonnabend lief bei dem Oldie-Gespann des RRC Neuruppin, Schliebner ist 63 Jahre, Nagel 54, wenig zusammen.

Ohne Abwehrchance: Das Gegentor konnte Norbert Schliebner in dieser Szene nicht verhindern. Gegen Stahl Hennigsdorf reichte es beim 3:3 dennoch zu einem Punktgewinn.

"Es lief so viel daneben, unfassbar, was für klare Chancen wir alles vergeben haben", so Schliebner. "Wir haben in allen Partien ja mehrfach das leere Tor nicht getroffen." Besser lief es für Team VI mit Torsten Hoppe und Martin Otto, das immerhin sieben Zähler einsammelte, dennoch aber auf Tabellenrang fünf abrutschte.

Zum Turnierauftakt trafen die beiden Neuruppiner Teams direkt aufeinander. 2:2 hieß es nach aufsregenden 14 Minuten Spielzeit.

Schliebner: "Wir haben allein drei Viermeter verschossen und bestimmt sechsmal das leere Tor verfehlt." Laut dem RRC-Urgestein hätten er und Partner Nagel den ganzen Tag weiterspielen können und kein Spiel gewonnen. Was folgte noch lediglich ein 3:3 gegen Stahl Hennigsdorf. Erfolgreicher waren Hoppe/Otto, die einmal 5:0 kampflos gegen Brandenburg (zog sein Team zurück) gewannen und ein 6:3 gegen Stahl feierten.

Der Erst- und Zweitplatzierte der Landesliga qualifiziert sich für die Aufstiegsspiele zur Verbandsliga. "Wenn wir es schaffen, wäre das prima", hofft Schliebner vor dem abschließenden Spieltag am 25. Juni in Neuruppin auf den Heimvorteil, um ein Mühlenbecker Team noch abfangen zu können.

© Nico Albrecht


Freud und Leid beieinander

Neuruppin II fährt als Oberligazweiter zum Aufstiegsturnier, Neuruppin I zittert um Klassenerhalt

Neuruppin. So ist es im Sport. Freud und Leid liegen auch manchmal im selben Verein (Ruppiner Radsportclub 1909/1990 e.V.) dicht beieinander. Während die Radballer von Neuruppin II (Olaf Lukaszewicz/Benjamin Trester) am letzten Oberliga-Spieltag den zweiten Platz verteidigen, damit zum Aufstiegsturnier zur 2. Bundesliga fahren, muss Neuruppin I (Jens Dreschler/André Nagel) um den Klassenerhalt zittern.

"Es war ein Seuchenjahr", gummelte André Nagel. Bis zum 3. Spieltag lief es noch ganz gut (18 Punkte), dann verletzte sich Jens Dreschler (Aduktoren), fehlte bis zum Saisonende. Am 4. Spieltag war auch Nagel grippekrank, da trat Neuruppin I nicht an, Folge waren 0:20 Tore und kein Punkt.

Eine verkorkste Oberliga-Saison hat André Nagel hinter sich.

Am 5. Spieltag trat Nagel mit einen Nachwuchsakteur an, ein Punkt wurde erspielt. Am Sonnabend half Thomas Lukaszewicz aus. Zwei Siege brachten am Ende Rang neun, drei Tore fehlten zu Platz acht und der sicheren Rettung.

"Wenn jetzt Brandenburg aus der 2. Bundesliga absteigt, und danach sieht es aus, müssen wir auch eine Klasse tiefer", erklärte Nagel. In dieser ausgeglichenen Spielklasse benötige man ein eingespieltes Team, um bestehen zu können, so Nagel. Da dies bei Neuruppin I nur bei drei von sechs Spieltagen klappte, droht nun der Abstieg. Ganz anders verlief die Saison für Neuruppin II, das Team war immer im Tabellenvorderfeld, kämpfte um einen Ausfstiegsplatz (Rang 1 und 2). Aufgrund von vier Siegen am letzten Spieltag wurden die beiden Ruppiner sicherer Tabellenzweiter hinter Brandenburg II.

"Wichtig war der 1:0-Auftaktsieg gegen Ludwigsfelde I, danach lief es rund bei den beiden. Durch eine konstant gute Saisonleistung haben Olaf und Benjamin ihr ausgegebenes Saisonziel erreicht", freute sich Nagel. Die Planungen für das Aufstiegsturnier haben begonnen. "Wir überlegen, wie wir sie als Fans bei ihrem Ziel, in die zweite Bundesliga aufzusteigen, unterstützen können", so Nagel.

© Roland Möller


Ruppiner Oldies zeigen Ihre Klasse

Geglückter Auftakt für Radballer Torsten Nagel und Norbert Schliebner

Neuruppin (mho) Die Radballer des RRC aus der Fontanestadt waren am Sonnabend Ausrichter des Saisoneröffnungsturnier der Landesliga. Für Neuruppin gingen Team V mit Torsten Nagel und Norbert Schliebner an den Start sowie Neuruppin VI mit Martin Otto und Torsten Hoppe.

Erster Spitzenreiter in der Radball-Landesliga: Norbert Schliebner (links) und Torsten Nagel (am Hanfball) holten achtbare zwölf Punkte beim Saisonauftakt.

In dieser Staffel tritt an allen vier austragenden Spieltagen jeder gegen jeden an. Durch das überraschende Fernbleiben des Teams aus Brandenburg, im Radball ist sogar eine kurzfristige Abmeldung bis wenige Stunden vor Turnierbeginn erlaubt, haben die Neuruppiner Mannschaften schon jeweils drei "geschenkte" Punkte auf dem Tableau.

Die Oldies der Ruppiner Radballer Nagel/Schliebner zeigten an diesem ersten Spieltag, dass in dieser Saison mit ihnen zu rechnen ist.

Bei nur einer Niederlage gegen Mühlenbeck IV (0:1) erspielte das Duo zwölf Punkte. Diese bedeuten, dass sich die Mannschaft des RRC V erst einmal auf Rang eins der Tabelle wiederfindet.

Mit sechs Zählern und drei Niederlagen wurde das zweite Neuruppiner Team, der RRC VI mit Martin Otto und Torsten Hoppe, Vierter.

Norbert Schliebner befand bereits vor dem Turnier, dass es schwer werden könnte für die vereinseigene Sechste, doch ihr Auftritt machte Mut. Bei allen drei Niederlagen zeigten sich die Fontanestädter als konkurrenzfähig.

"Es war doch erst der Erste Spieltag. Da ist noch mehr möglich", versprach Torsten Hoppe.

© Stephan Ellfeldt


Neuruppiner Radballer phänomenal in Tritt

RRC II schockt Konkurrenz / Mäßige Leistung des ersten und drittes Vereinsduos

Neuruppin (macs) Durchwachsen daheim, phänomenal in der Fremde - so lässt sich das Neuruppiner Fazit von Norbert Schliebner, Abteilungsleiter Radball beim RRC Neuruppin, nach dem dritten Spieltag der Radball-Oberliga am Sonnabend in wenigen Worten zusammenfassen.

Abgeschirmt: André Nagel (links) und Partner Jens Dreschler boten im Heimturnier eine durchwachsene Leistung. Es reicht am Sonnabend nur zu fünf von zwölf möglichen Punkten.

Denn während das erste und das dritte Team der Fontanestädter beim gemeinsamen Heimturnier in der Sporthalle der Karl-Liebknecht-Schule zusammen nur einen Sieg holte, schockte die zweite Mannschaft des RRC in Großkoschen die gesamte Konkurrenz und setzte sich mit drei Siegen in vier Spielen in der Spitzengruppe der Oberliga fest.

Mit dem derzeitigen zweiten Platz liegt Neuruppin II damit aussichtsreich im Rennen um den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

"Da wollen sie auch hin", verrät Schliebner die ehrgeizige Zielsetzung von Benjamin Trester und Olaf Lukaszewicz. Insofern kommen die Platzierung und der erfolgreiche Spieltag nicht von ungefähr. Dass Norbert Schliebner dennoch "sehr überrascht" ist von dem guten Abschneiden am Wochenende liegt daran, dass mit Trester in Großkoschen die Hälfte des starken Duos fehlte und durch Junior Eric Hoppe ersetzt wurde. Doch der 18-Jährige machte seine Sache perfekt und hielt die Aufstiegshoffnungen der Neuruppiner am Leben. Einzig in der ersten Partie gegen Ludwigsfelde I (2:5) passte es zwischen Lukaszewicz und Hoppe noch nicht richtig.

Mehr Probleme hatten dagegen die anderen beiden Teams. Beim heimischen Turnier spielte die Erste mit Jens Dreschler und André Nagel "eher durchwachsen", wie Schliebner bekennt. Weil Dreschler im Laufe des Turniers auch noch mit Adduktorenproblemen zu kämpfen hatte, blieben die Routiniers mit einem Sieg und zwei Unentschieden in vier Partien unter ihren Möglichkeiten.

Ganz sieglos agierte hingegen Neuruppin III. Immerhin: Das Tabellenschlusslicht sicherte sich beim 2:2 gegen Brandenburg III den ersten Saisonpunkt.

"Weil André (Schliebner, Anm.d.Red.) unter der Woche in Kiel ist, können die beiden nie miteinander trainieren. Dadurch war klar, dass sie gegen den Abstieg spielen werden", nimmt Norbert Schliebner dem Aufsteiger jeglichen Druck.

© Marcus Gansewig


Neuruppiner ärgern Neuruppiner

Radball-Oberliga: Aufstiegswilliges Duo Lukaszewicz/Trester lässt beim 3:3 zwei Zähler gegen Team I liegen

Neuruppin (RA) Beim Oberliga-Heimturnier mit allen drei Neuruppiner Radballteams haben sich Olaf Lukaszewicz und Benjamin Trester nach Abschluss der elf Begegnungen erwartungsgemäß die beste Punktebilanz erspielt. Die Partie gegen die Club-Routiniers André Nagel und Jens Dreschler war eine emotionale Achterbahnfahrt. Das 3:3 kostete Team II zwei wichtige Zähler im Kampf um einen Aufstiegsplatz.

Bedrängnis: André Schliebner brachte hier, von Benjamin Trester und Olaf Lukaszewicz (rechts) bedrängt, den Ball aus der Gefahrenzone. Mit Partner Marcus Nagel verlor er dennoch 2:4.

Als lockeren Aufgalopp gab es für Olaf Lukaszewicz (24 Jahre) und seinen 31-jährigen Nebenmann Benjamin Trester einen satten 9:0-Erfolg gegen Spremberg.

"Da ist uns aber auch beinahe alles gelungen", freute sich Trester über den gelungenen Auftakt ins Turnier. Im Vereinsduell gegen das dritte Team mit Marcus Nagel und André Schliebner ließen es beide dann etwas ruhiger angehen. Nach dem frühen Rückstand mit dem ersten Angriff spielten Lukaszewicz/Trester unbeeindruckt davon ihren Stiefel runter. Das Duo nutzte einfach die Fehler der Vereinskollegen, um einen 4:2-Erfolg herauszuschießen.

Dann stand das Match gegen Team I mit Nagel/Dreschler an, das zuvor unglücklich mit 4:6 gegen Ludwigsfelde unterlegen war, dafür aber Spremberg ohne Mühe mit 5:1 vom Parkett gefegt hatte.

Das zweite interne RRC-Duell verlief intensiv wie erwartet. Trester: "Wir haben schnell mit 2:0 geführt, bekamen dann aber auch ebenso schnell den Ausgleich."

Besonders ärgerte ihn das zweite Gegentor. "Also ich habe in der Aktion davor einen Viermeter für uns gesehen." Doch statt eines Pfiffes rollte die Kugel zu Dreschler, der nur noch ins leere Tor einschießen brauchte. "Bekommen wir den Viermeter und verwandeln ihn, wäre das so etwas wie eine kleine Vorentscheidung gewesen", ist sich Trester rückblickend sicher. Doch nach dem darauffolgenden Anstoß bekam Team II einen Freistoß zugesprochen, den Olaf Lukaszewicz humorlos im Netz versenkte - 3:2.

Im zweiten Durchgang vergaben die beiden jüngeren Neuruppiner zwei, drei richtig gute Chancen. Die Entscheidung blieb aus. Stattdessen schlugen die Oldies zurück und erkämpften sich das Remis (3:3). Trester: "Grundsätzlich geht das Unentschieden in Ordnung. Aber da war mehr drin für uns. Die zwei verlorenen Punkte tun mit Blick auf die Tabelle schon weh."

Da die Spitzenteams nach seiner Erfahrung kaum Punkte abgeben, "wird es schwer, einen der beiden vorderen Ränge zu belegen", die die Qualifikation für die Aufstiegsspiele zur 2. Bundesliga bedeuten.

Am kommenden Spieltag (5. März), dem dritten von insgesamt sechs, muss Trester wegen anstehender Prüfungen (Weiterbildung) passen. Für ihn rückt Youngster Eric Hoppe auf. Obwohl erneut mehrfach auf Punktekurs, belohnten sich Marcus Nagel und André Schliebner (Team III) erneut nicht und zieren das Tabellenende.

© Gunnar Reblin


Wenn's läuft - alles mitnehmen, was geht

VIER FRAGEN AN: André Nagel, der mit Jens Dreschler des Team RRC I bildet

Lohnender Einsatz: André Nagel gewann mit Partner Jens Dreschler drei von vier Partien.

Zum Saisonauftakt in der Radball-Oberliga fuhr das Oldie-Gespann des Ruppiner Radsportclubs (RRC) am Sonnabend starke neun Punkte ein. Auf heimischen Parkett in der Sporthalle der Karl-Liebknecht-Schule spielten André Nagel (49 Jahre) und sein zwei Jahre älterer Teamkollege Jens Dreschler einmal mehr ihre ganze Erfahrung aus.

Das war bei der "wenig optimalen Vorbereitung", wie André Nagel im Vorfeld verriet, auch nötig. Er stand nach dem kräftezehrenden Turnier Sportredakteur Gunnar Reblin Rede und Antwort.

Beinahe hätte die optimale Punktausbeute bejubelt werden können. Trübt die knappe Niederlage im letzten Turnierspiel (2:4 gegen Großkoschen III) die Stimmung ein wenig?
Wenn ich ehrlich bin, ja. Da war mehr drin für uns. Kleinigkeiten gaben den Ausschlag. Da hat sich das fehlende Training schon bemerkbar gemacht. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Wieso?
Na weil wir satte neun Punkte eingefahren haben. So viele hatten wir in der Vorsaison nach der dritten Runde noch nicht. Also alles prima.

Sie haben dasd fehlende Training angesprochen. Was sind die Gründe dafür?
Mal fehlte die Zeit, mal kam eine Krankheit dazwischen. Eine gezielte Vorbereitung gab es nicht. Aber das hat bei uns beiden schon irgendwie Tradition (lacht). In der zweiten Saisonhälfte lief es meist besser für uns.

Mit neun Punkten ist das erste RRC-Team nun von Beginn an vorn dabei. Wird das Saisonziel nach dem guten Start korrigiert?
(Nagel verzieht das Gesicht): Ne, ne, wir sind froh über die Punkte, die wir haben. Wenn es gut läuft, muss man alles mitnehmen, was geht. Aber diese Liga ist so ausgeglichen. Alle Teams haben Klasse. Der Start mit drei Heimturnieren kommt uns entgegen. Wenn es bei den nächsten beiden Runden auch so gut läuft, von mir aus gern. Wir alten Hasen spielen gegen den Abstieg. Ein Mittelfeldrang wäre klasse.

© Gunnar Reblin


Saisonauftakt von Taktik geprägt

Radball Oberliga: Neuruppin I holt neun Punkte, Neuruppin II sechs / Konto von Team drei bleibt leer

Akrobatik: Nicht nur die kraftraubenden Kombinationen sorgen für Schweißperlen auf der Stirn, sondern auch diese Aktion - eine einstudierte Eckball-Variante. Im Spiel gegen Großkoschen IV verhinderte Torwart Jens Dreschler, der sein Vorderrad ebenso hoch hob, wie der Gegner, den Einschlag im Netz. Dreschler und sein Partner (André Nagel, verdeckt) siegten am Ende mit 6:1. Satte neun Punkte standen am Ende auf dem Konto des erfahrenen Gespanns.

Neuruppin (RA) Nach dem ersten Spieltag in der Radball-Oberliga zählten zwei Neuruppiner Teams zum Führungsquartett des Tableaus. Überraschend stark spielte das Oldie-Gespann Jens Dreschler/André Nagel am Sonnabend auf. Dagegen deutete sich für die unverhofften Aufsteiger André Schliebner und Marcus Nagel, Neuruppins Team III, wie erwartet schwere Saison an.

Schliebner/Nagel waren nach dem Aufstieg von Brandenburg in die 2. Bundesliga als Vierter der zurückliegenden Verbandsliga-Serie aufgerückt, stockten somit das RRC-Feld in dieser Liga wie schon 2014 auf drei Mannschaften auf. Dass dieses Team überhaupt in die Pedalen trat, lag am unbändigen Willen von André Schliebner, der nach einem Krankenhausaufenthalt erst zwei Tage vor Tunierbeginn wieder gesund geschrieben worden war.

"Ohne Training und ohne die nötigen Körner wird es für beide schwer", wusste RRC-Urgestein Norbert Schliebner schon vor dem ersten Spiel, das kaum Punkte zu holen sein werden. Er sollte Recht behalten. Neuruppin III verkaufte sich teuer, legte den Fokus auf die Abwehrarbeit, verpasste nach der Auftaktniederlage (0:6 gegen Neuruppin I) gegen Cottbus eine Sensation, um hintenraus den schwindenden Kräften Tribut zahlen zu müssen. Der Spaß am Spiel war beiden jedoch nicht zu nehmen.

Ihre ganze Erfahrung spielten einmal mehr Jens Dreschler und André Nagel aus. Sie agierten kraftsparend, verschleppten bewusst das Tempo, warteten auf die Lücke zum erfolgreichen Abschluss.

Aus dem Krankenbett aufs Rad: André Schliebner (rotes Trikot, hier gegen Großkoschen III) blieb mir Partner Marcus Nagel trotz beherzter Auftritte ohne Punktgewinn beim Heimturnier.

"Wenn man so spielt wie wir, ist es ganz wichtig, dass man in Führung geht", freute sich Torwart Dreschler über das Matchglück an diesem Tag. Nach zwei souveränen Siegen kam es gegen Cottbus zum Duell auf Messers Schneide. 90 Sekunden vor dem Ende nutzte Dreschler die letzte Chance in dieser Partie zum Siegtor. Dass es am Ende nicht zur makellosen Bilanz reichte, lag an zwei, drei individuellen Fehlern im Match gegen Großkoschen III. Nach dem zwischenzeitlichen 2:2 zeigten sich die bärenstarken Gäste einen Tick konzentrierter.

Beim parallel stattfindenden Turnier in Spremberg waren Olaf Lukaszewicz und Benjamin Trester, Team Neuruppin II, im Einsatz. Sie gewannen gegen Ludwigsfelde II mit 7:6, verloren gegen den ersten Spitzenreiter der Saison, Brandenburg II mit 7:8 und schlossen mit einen 9:0-Kantersieg gegen Brandenburg III ihr Auftaktturnier ab.

Am 20. Februar gehen alle drei RRC-Mannschaften beim Heimturnier in Neuruppin auf Punktejagd.

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Fairness des Tages

Radballer verschieben Turnierbeginn

Wartezeit: Marcus Nagel (links) und André Schliebner lebten Fairplay vor.

Neuruppin (gü) Das zum Oberliga-Auftakt in Neuruppin alle sechs Radballteams erschienen, wobei die beiden Heimmannschaften eine weitaus entspanntere Anreise hatten, zeigt deren sportlichen Ehrgeiz. Die widrigen Witterungsbedingungen samt vereister Straßen sorgten für ein verspäteten (30 Minuten) Turnierbeginn.

Der laut Statuten, von den pünktlich vor Ort anwesenden Teams nicht abgenickt werden muss "Das gebietet aber die Fairness", so Norbert Schliebner vom gastgebenden RRC. "Und dass alle Teams angereist sind, gibt uns Recht. Das Warten hat sich gelohnt. Schließlich wollen wir auch ein Turnier mit kompletter Besetzung ausrichten."

Die beiden Teams aus Großkoschen und das Cottbusser Duo durften mitspielen. Ihre Partien hätten auch alle mit 0:5 gewertet werden können. So stellte Thomas Blumenthal, Chef des Wettkampfgerichts, kurzerhand den Turnierplan um und alle Partien wurden ausgespielt. So soll's sein - sportlich fair.