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Rückblick - 40 Jahre Radwandern in Neuruppin

1978
Am 30. April 1978 führte die erste Radwanderung in die Ruppiner Schweiz. Es folgten viele kleine und mittlere Touren in die nähere Umgebung von Neuruppin.

1980
Im Mai 1980 nahmen die Neuruppiner Radwanderer erstmals an einer Radwandersternfahrt nach Coswig (Sachsen-Anhalt) teil. Dabei wurden erste Kontakte zu anderen viel erfahrenen Clubs geknüpft und Freundschaften entstanden. Insbesondere zum "Landeskundemeister" Walter Ruge und den Gebrüdern Clemens und Andreas Ronge aus Potsdam.

Die Teilnahme an unseren Touren erfreute sich großer Beliebtheit, so das wir zu größeren Veranstaltungen der folgenden Jahre in drei Leistungsgruppen (30 km, 60 km, 100 km) anreisten. So war es nicht verwunderlich, dass wir in der DDR-Jahreswertung 1981 als Mannschaft von über 70 Radwandervereinen den 9. Platz belegten.

Übergabe der Stadtfahne an die Radwanderer

1982
Am 04. April 1982 nahmen 33 Teilnehmer die 100. Radtour in die Ruppiner Schweiz in Angriff. Während der 42 km langen Tour überreichte der damalige Bürgermeister der Stadt Neuruppin den Radwanderern eine Stadtfahne, die seither bei größeren Touren über die Kreisgrenze hinaus mitgeführt wird.

Im Mai 1984 nahmen

  • Heinz Mittmann
  • Joachim Kurz
  • Wolfgang Rehaag
  • Uwe Wöller

an der ersten großen Urlaubsfahrt in die CSSR teil. Während dieser abenteuerlichen Tour legten sie in nur 10 Tagen 977 km zurück.

Einige Sportfreunde nahmen auch an der radtouristischen Friedensfahrt teil. Vor dem großen Hauptfeld der Friedensfahrer fahrend, kamen sie gerade noch rechtzeitig ans Tagesziel in Magdeburg an, um dann in unmittelbarer Nähe der Ziellinie Stellung zu nehmen, um den anrasenden Etappensieger Uwe Raab und Olaf Ludwig als Dritten zu bejubeln.

Auch ein Autogramm von Täve Schur durften sie mit nach Hause nehmen.

1985
Die Ostseesternfahrt 1985 steht für den wohl verrücktesten Rekord von Neuruppiner Radwanderern. Heinz Mittmann, Wolfgang Rehaag und Uwe Wöller legten bei der Anreise per Rad die Strecke von Neuruppin nach Born - Ibenhorst in ca. 12 Stunden zurück und verbesserten ihren alten Tagesrekord von 206 km auf 246 km.

Der Rekord ist immer noch aktuell.

1989
Am 30 Juni 1989 begleitete uns ein Team vom Jugendradio DT-64, während unserer 300. Radtour nach Herzberg. Im Dezember 1989 traten die Radwanderer dem Rad- und Kraftfahrerbund Solidarität Deutschland 1896 e.V. (nachfolgend RKB genannt) bei. Fortan förderte dieser die Aktivitäten der Radwanderer, insbesondere der Jugendlichen.

1990
Im März 1990 führte uns die erste Radtour, nach dem Mauerfall der DDR, ins vereinte Berlin. Der RTC-Pirol-Tempelhof lud zu 100 km quer durch Berlin ein. Am 13.08.1990 wurde der "Ruppiner Radsportclub 1909/1990 e.V." als rechtsfähige Vereinigung registriert.

Damit ist die BSG Lok Neuruppin nur noch Vergangenheit.

Die Radwanderer, sowie die Radballer haben einen neuen gemeinsamen Namen "Ruppiner Radsportclub 1909/1990 e.V."

Im Oktober 1990 gewannen die Ruppiner Teilnehmer der 5. Coswiger Radwandertage den 1. Platz in der Wertung nach Weit- und Meistbeteiligung. Nach unzähligen zweiten, dritten, vierten und anderen Platzierungen bei Sternfahrten, ein super Erfolg.

November 1990 besuchten uns erstmals Radwanderer aus Coesfeld. In den nächsten Jahren folgten weitere gegenseitige Treffen beider Vereine. Nach 14-jähriger Fahrzeit machten die Radwanderer (Tour an Tour gerechnet) die symbolische Erdumrundung perfekt. 40.074 Kilometer wurden bei einer Radtour zum Charlottenhof erreicht. Das entspricht einmal um den Äquator.

Anläßlich des 15-jährigen Bestehens unserer Radwandergruppe fanden die 1. Ruppiner Radwandertage in Prebelow statt. 74 Teilnehmer aus 14 Vereinen nahmen an dieser Sternfahrt teil.

1997
Die 500. Radtour konnte im März gefeiert werden.

Jochen Pietschmann sorgte am 11.09.1997 für Aufsehen und wurde Pechvogel des Jahres. Dieser Pressebericht "Von Fortuna im Stich gelassen" ist gleichzeitig ein Dank an all diejenigen, die in den letzten 25 Jahren Presseberichte für den Radwanderverein geschrieben haben.

1998
In Prebelow fanden im April 1998 die 2. Ruppiner Radwandertage statt. Über 100 Teilnehmer feierten mit uns 20 Jahre Radwandern in Neuruppin. April 1999 fand die erste gemeinsame Tour mit der Radwandergruppe aus Wittstock statt. Mit Wolfgang Engel "Herz und Seele" des Wittstocker Radfahrvereins wurden jährlich mindestens zwei Touren in unterschiedlicher Organisation geplant und durchgeführt.

Durch die Kontakte des Sportfreundes W. Engel konnten auch neue Sportfreunde aus unserer unmittelbaren Nachbarschaft von Fürstenberg neu gewonnen werden. Die 600. Radtour fand im September 1999 nach Neuglobsow statt.

Die Vielfalt unserer Aktivitäten kennt kaum Grenzen. Einige der aufgeführten sind vom Veranstaltungsplan nicht mehr wegzudenken.

  • Grillfahrten
  • Badetouren
  • Glühweinfahrten
  • Pappnasentouren
  • Orientierungsfahrten
  • Langsamzeitfahren
  • Schnellzeitfahren

2000
Im September 2000 fand die erste Abenteuertour statt, wobei die Teilnehmer einige abenteuerliche Situationen und Aufgaben zu bewältigen hatten. Statistiker Wolfgang Rehaag vermeldet am 31. Oktober 2000, dass während 610 durchgeführten Fahrten 60.968 Kilometer von insgesamt 6.420 Teilnehmern erradelt wurden. Bettina Wöller gewann in dem Jahr zum 12. Mal in Folge die Sektionsmeisterschaft der Damen - das ist einsamer Rekord.

2001
Ein schwerer Unfall ereignete sich bei einer Radtour bei Röbel im Oktober 2001. Eine Gastfahrerin stürzte auf lehmigen Boden und verletzte sich erheblich. Nahezu professionell reagierte der Rest der Gruppe. Nach einer ersten Versorgung wurde die Verletzte ins Krankenhaus gebracht. Prellungen, Platzwunden und eine gebrochene Hand waren die Diagnose der Ärzte.

2002
Joachim Kurz ist strahlender Sieger des Einzelzeitfahrens während der "Fahrt in den Frühling" am 17. März 2002. Für die gut 600 Meter lange Strecke benötigte er nur 1 Minute und 17,08 Sekunden.

Es wurde nicht immer nur Fahrrad gefahren. Manchmal ging es auch mit einer Draisine oder wie Pfingsten 2002 gemeinsam mit Sportfreunden vom Erlebnissportverband Apricus e.V. per Kanu auf große Tour.

Ein jährliches Wiedersehen mit Rose Rehfeld, Bernd und Erika Rodenwoldt, Klaus Merten und andere 'alte Hasen' fand beim Deutsch-Polnischen Radwandertreffen im Oderbruch August 2002 statt.

Wie in jedem Jahr starteten die Radwanderer, einer alten Traditon folgend, gemeinsam mit den Ruppiner Wanderfreunden zu Fuß in das neue Jahr. Etwa 100 Teilnehmer beider Vereine und Gäste nahmen an diesen vier Wanderungen im Jahr teil. Inzwischen lagen uns die ersten Fahrradkilometer dieser Saison in den Beinen.

2003
Letzte Meldung (Stand 31. März 2003) von Statistiker Wolfgang Rehaag:

  • 682 Fahrtunternehmungen
  • 65.600 Kilometer
  • 7.400 Teilnehmer

2004
Über Ostern 2004 fanden die 3. Ruppiner Radwandertage in Kuhlmühle bei Wittstock statt. 95 begeisterte Teilnehmer nahmen an dieser Ostersternfahrt teil. In der Wertung nach Weit- und Meißtbeteiligung gewann der WfF Berlin-Brandenburg e.V. vor Rad und Wandern Dresden e.V. und dem gastgebenden Ruppiner Radsportclub 1909/1990 e.V..

Am 27.09. wurde RRC-Urgestein Joachim Kröning 60 Jahre alt. 45 Jahre bei den Radballern und davon die letzten 26 Jahre auch noch bei den Radwanderen. Ein beliebter und aktiver Sportfreund. Im Laufe des Jahres 2005 fuhr Uwe Wöller seinen 40.000 Kilometer und mehr. Damit ist er nach Wolfgang Rehaag der zweite Radwanderer im Verein, der symbolisch einmal um den Äquator geradelt ist.

2006
2006 radelten die Neuruppiner Radwanderer auch bei der Tour de Prignitz mit. Sie halfen im Team der AOK das Fahrerfeld sicher durch die Etappen zu führen. Das Deutsch-Polnische Radwandertreffen (DE-PL RWT) ging in die zehnte Auflage. 30 Sportfreunde - auch einige aus Neuruppin - waren dabei, als es drei Tage lang in Münchehofe rund um's Rad ging.

2008
Der Ruppiner Radsportclub gratulierte am 3. Dezember 2008 dem Kreissportbund Ostprignitz-Ruppin e.V. während einer Festveranstaltung in der Sportschule Lindow zu seinem 15-jährigen Bestehen.

2009
Im Juni 2009 wurde der RRC 100 Jahre alt. Die Radballer und Radwanderer des RRC feierten ein ganzes Wochenende mit sportlichen Aktivitäten, Erinnerungen und vielen Gästen. Joachim Kröning saß inzwischen 50 Jahre auf dem Sattel und wurde mit der Ehrennadel des RKB in Gold geehrt.

2010
2010 eroberten die Radwanderer über Himmelfahrt die Ostsee. In Zingst wurde Quartier gemacht, um von dort die Gegend abzuradeln. Bei einer Radtour 2011, durch einen sumpfigen Abschnitt des Trebetals, war auf etwa 100 Meter der Weg überspült und schlammig. Barfüßig und mit hochgekrempelten Hosen ging es, das Fahrrad schiebend, durch das Hindernis. Zum Glück konnten die Radler den Schlamm auf einem nahegelegenen Bauernhof mit einem Schlauch abspülen.

2012
Die 1.000 Radtour der Sektion Radwandern fand im Herbst 2012 statt. Sie führte zum gemeinsamen Grillen in die Ruppiner Schweiz. Die Sektion des RRC hatte 15 Mitglieder.

Seit April 1978 hatten 10.536 Teilnehmer insgesamt 86.023 Kilometer zurückgelegt. Damit hatten sie symbolisch zweimal die Erde umrundet.

2013
Im März 2013 gewann der RRC bei BB-Radio 1.000 Euro. Benni der Moderator übergab den Radwanderen und Radballern in der heimischen Rosenhalle den Gewinn.

Rolf Töpfer und Bernd Rodenwoldt (v.l.)

Einen Monat später starteten die Radwanderer den 1. FahrRad!-Tag in Neuruppin. Rund 100 Teilnehmer, Tendenz steigend, konnte der RRC für dieses Event begeistern. Je nach Leistungsstärke wurden zwischen 30 km, 60 km und 88 km gefahren. Friedensfahrer Rolf Töpfer ging ebenfalls an den Start.

"Verheißungsvoller Auftakt" titelte der Ruppiner Anzeiger damals. Die Premiere noch einmal getoppt.

Der FahrRad!-Tag 2014 war ein voller Erfolg für die Veranstalter. Die Teilnehmerzahlen gingen nach oben. Die Begeisterung der Fahrer vom FahrRad!-Tag schwappte in den Verein über. Die Beteiligung bei den Ausfahrten ging ebenfalls deutlich nach oben. Die Zahl der Mitglieder stieg stetig weiter. In den letzten drei Jahren von 2013 bis 2015 hatte sich die Mitgliederzahl der Sektion Radwandern auf 30 Sportfreunde dank des FahrRad!-Tages verdoppelt. Die Neuauflage des FahrRad!-Tages wollten sich über 200 Sportler 2015 nicht entgehen lassen.

Erstmals wurden während der Veranstaltung unter dem Motto "Fahr' Rad! - Gemeinsam gegen Mukoviszidose" Spenden für den Mukoviszidose Landesverband Berlin-Brandenburg e.V. gesammelt. 620 Euro kamen dabei zusammen.

2015
Während einer Ehrenamtsveranstaltung gewann der Ruppiner Radsportclub den "Pokal des Landrates für Integration und Innovationsarbeit". Das Preisgeld teilten sich beide Sektionen.

Mit einer Bewerbung für den "FahrRad!-Tag" bei Sterne des Sports, war der RRC auf Kreisebene erfolgreich. Er konnte den großen bronzenen Stern gewinnen und qualifizierte sich für die Silber-Auslosung auf Landesebene.

Nun heißt es abwarten und auf einen großen silbernen Sternregen hoffen ... Bei der Auszeichnungsveranstaltung in der Potsdamer Staatskanzlei wurden wir mit einem Förderpreis bedacht.

2015 bis 2018
Ein Jahr später zeichnete die IHK Brandenburg den Ruppiner Radsportclub für Ihren Ideenreichtum beim FahrRad! - Tag im Wettbewerb "Region Zukunft - zur Stärkung des ländlichen Raumes" aus. Wir gewannen mit unserem Projekt ein Preisgeld von 1.500 Euro.

Neben dem 5. FahrRad! - Tag waren die Radsportler auch auf anderen Ebenen unterwegs. Große Beliebtheit findet auch die Teilnahme an der "Tour de Prignitz".

Die Sektionsfahrten wie zum Beispiel die Fahrt in die Lüneburger Heide und das Deutsch-Polnische Radwandertrefffen (DE-PL RWT) sind bei den Radlern sehr beliebt.