Spenden erradelt

Sechster FahrRad!-Tag in Neuruppin mit abwechslungsreichen Touren und buntem Showprogramm auf dem Schulplatz

Hier wird Gleichgewicht gefragt: In der Show "GauklerKids - Junge Stars" von ESTAruppin zeigten Sarah Voigt, Titiana Scholz und Anne-Marie Heidrich (von links) ihre Künste auf Einrädern.

Neuruppin. Rund 100 Ruppiner traten am Sonnabend anlässlich des sechsten Neuruppiner Fahrradtages für einen guten Zweck in die Pedale. Wie jedes Jahr wurde das Event vom Ruppiner Radsortclub organisiert, der mit der Aktion Spenden für Mukovizidose-Erkrankte sammeln möchte.

Bei bestem Wetter machten sich die Radsportler auf den Weg. Wie jedes Jahr konnten die Sportler zwischen fünf verschiedenen Touren mit Gesamtlängen zwischen 25 und 150 Kilometern wählen. Alle Touren gemeinsam war die Rast bei Klaus Keil in Neuglienicke und die Motivation der Teilnehmer. "Man muss immer in Bewegung bleiben. Wer rastet der rostet", erklärte etwa Peter Bölk, der die 100-Kilometer-Tour bestritt.

Während die Radsportler unterwegs waren, bot der Radsportclub auf dem Schulplatz in Neuruppin ein buntes Programm aus Ständen und Bühnenprogramm. So konnten Ruppiner etwa ihr Fahrrad bei der Polizei markieren lassen – Personal- und Eigentumsnachweis vorausgesetzt. Um Sicherheit ging es auch beim Stand der Verkehrswacht. In einem Simulator bot sich den Besuchern die Möglichkeit, die Sinneseinschränkungen beim Fahren unter Alkoholeinfluss einmal nüchtern zu erleben.

Mit Muskelkraft zu gesunden Drinks: Wie das geht, das verriet Regina Sander den Gästen an ihrem Stand.

Für Gesundheit hingegen warb die AOK - Die Gesundheitskasse. Wer wollte, konnte sich hier gar seinen eigenen – natürlich zuckerfreien - Smoothie erradeln. Das hierfür eigens bereitgestellte Smoothie-Rad übertrug die Trittenergie in einen Mixer, der dann die Früchte zerkleinerte.

Wer den Aktionstag zum Anlass nehmen wollte, ein neues Fahrrad zu ersteigern, wurde entweder beim Stand des Fahrradhauses Müller oder bei der Fahrradversteigerung des Neuruppiner Fundbüros fündig. Mehr als zwanzig Fahrräder kamen dort unter den Hammmer. Außerdem im Angebot war die traditionelle Verlosung. Gegen einen kleinen Betrag winkte jedem Teilnehmer die Chance auf einen von zwei 150 Euro-Gutschein für das Radhaus Müller.

So wie die anderen Einnahmen des Tages kamen auch die Losgebühren den Klimafahrtenangeboten des Mukoviszidose-Landesverbandes Berlin-Brandenburg zugute. Neben der positiven Wirkung auf den Körper der Erkrankten sollen diese vor allem zur Entspannung im oft auslaugenden Alltag mit der Krankheit dienen.

Mukovizidose ist eine erbliche Fehlfunktion aller schleimbildenden Drüsen im Körper. Diese führt zu mechanischen Einschränkungen der Atmung und häufigen backteriellen Infektionen sowie Verdaungsproblemen. Dank besserer Behandlungsmöglichkeiten haben sich die Lebensqualität und die Lebenserwartung der Erkrankten jedoch stark verbessert. Außer den Klimafahrten bietet der Landesverband den Betroffenen Beratungsmöglichkeiten sowie eine mobile Krankengymnastik, bei der ausgebildete Physiotherapeuten die Menschen zu Hause besuchen und behandeln.

Für ihre Mühen wurden die Radsportler nach ihrer Rückkehr auf den Neuruppiner Schulplatz und der gebührenden Begrüßung bei Bier und Bratwurst von den Essenständen mit dem Nachmittagsprogramm entlohnt. Die "GauklerKids - Junge Stars" von ESTAruppin waren mit einer beeindruckenden Einrad-Show genauso zu sehen wie die "Drums Alive®"-Gruppe oder der Neuruppiner Carnevals Club mit einer Darbietung von Komikerin "Wilmar". Leider waren die Aufführungen immer wieder von technischen Problemen durchzogen.

Nichtsdestotrotz zeigten sich Gäste und Teilnehmer zufrieden. "Das Wetter hat gut gepasst und die Touren sind jedes Jahr wieder andere. Das gefällt mir sehr", lobte etwa Kevin Mewes den Verband. "Die Strecke, die Versorgungspause und die Show waren alles super", pflichtete Irene Schnase ihm bei.

Auch Vereinsvorsitzender Uwe Wöller zeigte sich mit dem Verlauf zufrieden. Die Höhe der Spendeneinnahmen stand noch nicht fest, der Radsportler ging jedoch von einer dreistelligen Summe aus.

Sich ebenfalls für Mukoviszidose-Erkrankte sportlich betätigen kann man beim alljährlichen "Muko-Freundschaftslauf" des bedachten Landesverbandes, der am 24. Juni im Lustgarten in Potsdam stattfindet.

© David Leeuwestein, Ruppiner Anzeiger


Es ging rund auf dem Schulplatz

Etwa 100 Radler beteiligten sich am Samstag am 6. Neuruppiner FahrRad!-Tag

Startbereit für die 150-Kilometer-Tour.

Neuruppin. Etwa 100 aktive Radsportler, einige hundert Besucher und strahlender Sonnenschein – das waren die Zutaten für das Gelingen des 6. Ruppiner FahrRad!-Tages, zu welchem der Ruppiner Radsportclub 1909/1990 auf den Schulplatz nach Neuruppin eingeladen hatte.

Wie in den vergangenen Jahren stand der Tag unter dem Motto "Fahr' Rad! - Gemeinsam gegen Mukoviszidose".

Als Partner hatten sich die Organisatoren die AOK - Die Gesundheitskasse, das Radhaus Müller, die Polizei, die Verkehrswacht und andere mit ins Boot geholt, um ein kunterbuntes Programm von Fahrradkodierung bis Showtanz anbieten zu können.

Aber auch ein Stand der Verkehrswacht, ein großer Trödelmarkt, eine Versteigerung von Fundsachen des Fundbüros der Stadt sowie jede Menge Unterhaltung in Form von Tanz und sportlicher Einlagen wurden den Besuchern geboten. Als rasender Reporter moderierte Werner Schönfeld, Vater eines an Mukoviszidose erkrankten Kindes, den FahrRad!-Tag mit Charme und Witz.

Hauptkommissar Holger Mende von der Polizeidirektion Nord hatte alle Hände voll zu tun mit dem Codiesren von Rädern, denn Fahrradbesitzer schätzen immer mehr diese zusätzliche Diebstahlsicherung. Fahrraddiebe lassen inzwischen die Finger von codierten Rädern. 79 codierte Räder waren es am Ende des Tages – neuer Rekord.

Bevor die Radler starteten, spornte Ulf Zickert, Bewegungsberater von der AOK - Die Gesundheitskasse, die Besucher an, unterstützt von den 50 Cheerleadern der Karl-Liebknecht-Schule. Dann setzten sich die Radgruppen in Bewegung. Gefahren wurde in fünf verschiedenen Etappen über 25, 40, 60, 100 und 150 Kilometer ins Ruppiner Land. Neuruppins Bürgermeister Jens Peter Golde fuhr die 40-Kilometer Tour mit.

Während die Fahrer unterwegs waren, konnten sich die Besucher am Stand des Mukoviszidose-Verbandes über die Krankheit und ihre Behandlungsmöglichkeiten informieren und durch persönliche Spenden den Betroffenen hilfreich zur Seite stehen. Speziell hierfür fand eine Verlosung von zwei Gutscheinen für das Radhaus Müller in Höhe von 150 Euro statt, die die AOK gesponsert hatte.

Beim abschließenden Showprogramm begeisterten sowohl die Sportgruppe "Drums Alive®" aus Kremmen mit einer Trommeldarbietung sowie die Akrobaten der Gauklerkids von ESTAruppin. Auf ihren Einrädern. Ein weiterer Höhepunkt waren verschiedene Darbietungen des Neuruppiner Carnevalsclubs mit Tanzgruppen und einer Büttenrednerin. Um das leibliche Wohl kümmerte sich die Mannschaft des Restaurants Rosengarten.

© Peter Lenz, MAZ


Vier Jahrzehnte Radsport gefeiert

RRC plant die schste Auflage seines FahrRad!-Tages, bei dem am 26. Mai fünf Kurse im Angebot stehen

Starter auf dem längsten Kurs: Wer mag, kann am 26. Mai 25 Kilometer in der Gemeinschaft radeln. Wem das nicht reicht, der kann auch das Sechsfache in Angriff nehmen. Auf fünf Kursen bis zu 150 Kilometer wird eine Woche nach Pfingsten im Ruppiner Land Rad gefahren.

Archiv-Foto: © Matthias Haack

Neuruppin. 40 Jahre Ruppiner Radsportclub – fast auf den Tag genau feierten die Mitglieder der Sektion Radwandern des RRC 09/90 am Sonnabend den Gründungstag.

Dazu hatten sie sich Gäste, wie den Präsidenten des Rad- und Kraftfahrerbundes "Solidarität" Berlin-Brandenburg (RKB), Radballer und Eckbert Müller vom Radhaus in Alt Ruppin eingeladen. Nach der Begrüßung durch Joachim Kröning, dem dienstältesten Radwanderer, übernahm Uwe Wöller das Wort und führte alle Versammelten mit seinem Vortrag durch die Geschichte.

Diese wurde als Sektion Radwandern bei der damaligen BSG Lokomotive Neuruppin im Jahr 1978 gegründet. Es wurden seitdem regelmäßige Fahrrradtouren durchgeführt. Die Mitgliederzahl hielt sich aber lange Zeit auf gleichem Niveau. Aus der Notwendigkeit und den Gegebenheiten der Wendezeit schlossen sich die Sektion Radball und Radwandern der ehmaligen BSG Lokomotive Neuruppin im Jahr 1990 zusammen und gründeten unter dem Dach des RKB den Ruppiner Radsportclub 1909/1990 e.V..

Das war der Startpunkt einer interessanten und vielfältigen Entwicklung. Die Mitgliederzahlen entwickelten sich rasant und es gab immer mehr Aktivitäten neben den Radtouren im 14-tägigen Rhythmus, so zum Beispiel die jährliche Sektionsfahrt an den Pfingstfeiertagen. In diesem Jahr ist Polen das Ziel.

Einen Namen in der Region und darüber hinaus macht sich die Sektion seit einigen Jahren mit dem FahrRad!-Tag, der 2013 von Uwe Wöller ins Leben gerufen wurde. Die Mitglieder bereiten zur Zeit mit großem Eifer die sechste Auflage dieses Events vor.

Termin: 26. Mai 2018

Treff ist wie immer auf dem Schulplatz in Neuruppin. Dann geht es wieder auf fünf Routen von 25 bis zu 150 Kilometer durch das Ruppiner Land. Es wird mit diesem breiten Angebot wieder für jeden etwas dabei sein, verspricht der Veranstalter. Nach dieser Rückschau auf vier Jahrzehnte und den Ausblick auf die ganz nahe Zukunft wurden langjährige Mitglieder mit einer Ehrenurkunde geehrt.


Ausgezeichnete

Frank Metzelthin, Bärbel Wöller, Norbert Schliebner, Joachim Kröning, Carsten Schröder, Uwe Wöller, Hans-Joachim Runge, Peter Wolf, Tom-Uwe Bialowons, Joachim Kurz (v.l.)
55 Jahre Norbert Schliebner (Radball)
40 Jahre Joachim Kröning
40 Jahre Joachim Kurz
40 Jahre Uwe Wöller
35 Jahre Bärbel Wöller
30 Jahre Frank Metzelthin
25 Jahre Carsten Schröder
10 Jahre Peter Wolf

Die Ehrungen nahm der Präsident des RKB Tom-Uwe Bialowons vor. Stellvertretend seien Joachim Kröning, Joachim Kurz und Uwe Wöller genannt, die für ihre 40-jährige Mitgliedschaft und aktive Mitarbeit im Vorstand ausgezeichnet wurden.

© Thomas Hambück


Radwanderer bei Null Grad auf Tour

Bei null Grad, Schnee und Wind starten die Radwanderer zur Ostertour.

Neuruppin. Für Ostersonntag hatte der Ruppiner Radsportclub 1909/1990 zur Ausfahrt eingeladen. Nach dem Wetterbericht war kaum damit zu rechnen, dass die Fahrt von Neuruppin über Molchow und Stendenitz bis nach Boltenmühle stattfinden würde.

Zur Startzeit 10 Uhr zeigte das Thermometer null Celcius an. Der Wind trieb Schneeregen über den Schulplatz. Doch sechs Radwanderer waren pünktlich zur Stelle. Vier Herren (Vereinsmitglieder) und zwei Damen auf "Schnupperkurs". Nicht zu fahren, kam nicht in Frage. Wir sind ja ein Verein!

Fahrtenleiter Achim Runge kürzte kurzerhand die geplante Route. Über Gildenhall und Alt Ruppin ging es an der Westseite des Molchowsees zum River Café Molchow, wo die Radwanderer herzlich aufgenommen wurden. Um 13:45 Uhr endete die Tour auf dem Schulplatz. 20 Kilometer Radwanderung, an die man noch lane denken wird, waren absolviert.

Der Höhepunkt des Jahres wird der "6. FahrRad!-Tag" am 26. Mai sein. Veranstaltungsort ist der Schulplatz. Von dort aus gibt es fünf geführte Touren mit unterschiedlichen Streckenlängen für Familien, Freizeitradler und sportlich ambitionierte Radfahrer sowie ein großes Programm drumherum

© Peter Pusch